A K T U E L L E    T E R M I N E
Tag Uhr Betreff Treffpunkt Wer
Mi. 30.08
16:30 THEATERKURS1 für 6-10 jährige LU- Mitte
Ludwigstr. 51
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Fr. 01.09
16:30 THEATERKURS2 für 10-14 jährige LU- Mitte
Ludwigstr. 51
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Sa. 10.09
16:00 C A S T I N G mit WORKSHOP für Schauspieler, 16:00 - 20:00 Uhr LU- Mitte
Ludwigstraße 51
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„Lass dir nicht die Sicht auf die Dinge durch nichts zerstören, sei aber jederzeit bereit, auch mal den Standort zu wechseln, damit du die Welt aus der Perspektive des anderen betrachten kannst.“

Respekt ist zwar für Jugendliche von hoher alltäglicher Bedeutung, hat allerdings keine einheitliche Bedeutung. So existieren in verschiedenen Lebenswelten unterschiedliche Leistungen, Fähigkeiten und Werte, denen Jugendliche Respekt zollen. Dabei spielt auch die kulturelle Herkunft eine Rolle. Für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist der Begriff Respekt mitunter anders besetzt als für Jugendliche ohne Migrationsbiografie. Gemeinsam haben speziell bildungsferne Jugendliche aber die Erfahrung, von der Gesellschaft weniger Anerkennung zu erhalten, als sie es sich wünschen.


Themen Bereiche:

Respekt: Basis unserer Gesellschaft
Die Zerstörungswut ist oft ein verzweifelter Versuch, Aufmerksamkeit zu erlangen. Jugendliche fühlen sich vom Staat nicht anerkannt, sie haben das Gefühl, ihre Probleme werden nicht respektiert, ihre Interessen nicht repräsentiert. Als Reaktion entziehen sie Politik und staatlichen Institutionen wie etwa der Polizei den Respekt oder ihr Protest drückt sich darin aus, das Eigentum Anderer nicht anzuerkennen oder gar zu zerstören.
Diese Entwicklung ist hoch problematisch, denn neben den zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Verhältnis einzelner Bürger und einem Staatsorgan ist Respekt auch gesamtgesellschaftlich von großer Bedeutung.
Respekt ist keine Einbahnstraße. Wenn die Bürger einen demokratischen Staat nicht mehr anerkennen, droht eine Gesellschaft auseinanderzubrechen.
Der Staat behält sich vor, besondere Leistungen gesondert anzuerkennen. So wie in einer Schulklasse jeder, ob Schüler oder Lehrer, die gleiche Anerkennung als Mensch verdient, so ist eine besondere Auszeichnung, im Kleinen wie im Großen, legitimer Ausdruck einer besonderen Wertschätzung bestimmter Leistungen.(z.B. Bundesverdienstkreuz)

Respekt in der Peergroup
Innerhalb einer solchen Gruppe muss zwischen engen Freunden und dem weiteren Freundeskreis unterschieden werden. Enge Freunde werden anerkennend auch als Bruder oder Schwester bezeichnet. Mit Blick auf die Familie des Jugendlichen sind dies eine Aufwertung der Freundschaft und damit eine ganz besondere Anerkennung des Anderen.

In diesem vertrauten Rahmen dürfen die Jugendlichen auch Schwäche zeigen. Ganz anders ist dies im weiteren Freundeskreis: Wer hier Schwäche zeigt, hat schnell den Respekt innerhalb der Gruppe verloren. Der soziale Status, also wer etwas zu sagen hat und wer aus dem Freundeskreis ausgeschlossen wird, kann sich schnell ändern. Respekt muss hier hart erarbeitet werden.

Respekt als Selbstwert
Der Respekt der Anderen ermöglicht den Jugendlichen ganz allgemein ein verbessertes Selbstbild. Die Anerkennung anderer Menschen ist für bildungsferne Jugendliche jedoch umso wichtiger, da ihr Selbstwertgefühl aus ihren negativen Erfahrungen heraus oft sehr schwach ist.

Respekt in der Familie
In der Familie können Idealbild und Wirklichkeit dramatisch auseinanderfallen. Oft fehlen Respektpersonen und Vorbilder sowie die Anerkennung, die sich die Jugendlichen von ihnen wünschen. Dennoch gibt es für die Jugendlichen kaum etwas Bedeutsameres als die Familie. Idealerweise bietet die Familie Anerkennung und Halt im Leben.
Viele Jugendliche teilen die Werte ihrer Eltern, suchen Vorbilder in ihnen und bezeichnen sie als Respektspersonen. Hier zeigt sich umso deutlicher das Problem von Jugendlichen, die ohne Vorbilder oder Orientierungspersonen aufwachsen. Des Weiteren besteht eine besondere Spannung in Familien, die stark traditionell geprägt sind, denn Eigenschaften und Werte, für die Jugendliche in ihrer Peergroup Respekt erlangen, zählen in diesen Familien oftmals nicht.

Respekt in der Schule
Schule und Arbeitsstelle sind von großer alltäglicher Bedeutung sind. Lehrer und Vorgesetzte wollen respektvoll behandelt werden, Schüler und Angestellte aber auch. Sie alle haben ein Recht darauf.
Dennoch ist die von vornherein festgelegte Hierarchie für einige Jugendliche nicht immer leicht zu ertragen. Gerade in einer Institution wie der Schule, in der anerkennungssuchende Jugendliche auf Lehrer treffen, die zu Recht Respekt erwarten, zeigen sich die zwei Seiten des Themas. Offensichtlich ist, dass keine der beiden Seiten das Recht hat, der anderen den Respekt zu versagen, und dass dies doch immer wieder passiert.

Respekt im Beruf
Eine besondere Respektlosigkeit zeigt sich gegenüber Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen in Bezug auf den Zugang zum Arbeitsmarkt. Zusätzlich kritisieren Gewerkschaften, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund in vielen Betrieben keine Anerkennung erfahren.

"Ein ausländischer Name genügt schon, um bei gleicher Qualifikation bei Vorstellungsgesprächen außen vor zu bleiben", schreibt die IG Metall auf ihrer Homepage. Jugendlichen mit Migrationshintergrund wird hier die Chance genommen, von der Gesellschaft dafür respektiert zu werden, einen festen Arbeitsplatz zu haben.

Statussymbole = Respekt
Als Mitglied der Mehrheitsgesellschaft anerkannt zu werden: Markenkleidung und andere Statussymbole. Sie sind für Jugendliche nicht einfach nur cool, sondern vielmehr Zeichen von Zugehörigkeit. Sie sollen für Respekt sorgen, nicht umsonst werden nur die Stücke gekauft, auf denen das Markenlogo für alle sichtbar prangt. Dies soll zeigen, dass man nicht zur untersten Schicht der Gesellschaft gehört, sondern dass man etwas Besseres ist, sich etwas leisten kann und sein ökonomisches Kapital zur Schau stellt.

Die Themenbereiche werden in unserem Workshop als Vorlage für Rollenspiele, Körpertheater und Diskussionen dienen.

Pädagogische Ziele:
Eigen- und Fremdwahrnehmung der eigenen Persönlichkeit kennen lernen und verbalisieren.
Konkretisieren der Ergebnisse zu einem klaren Bild, das sich im Alltag nutzen lässt.
Anwenden dieses Bildes zum Erreichen der eigenen Ziele.

Dabei gewinnen und entwickeln wir:
• Eine intensivere Wahrnehmung
• Bessere Kommunikation mit unseren Mitmenschen
• Eine Stimme und deutliche Artikulation.
• Fließendes, freies Sprechen
• Beherrschung der Körpersprache
• Ein selbstbewusstes Auftreten
• Den Umgang mit Konfliktsituationen

Workshop-Raster:
Jeder Workshop eröffnen wir mit Aufwärm- und Kennenlernen spiele um den Spieltrieb zu wecken.
1.Tag - Einstimmung auf das Thema RESPEKT über Diskussion an Hand von ausgefüllten Interviewfragen. - Anlage 1-
Gruppenarbeit über das Thema – IDOL/ VORBILD- Anlage 3
Improvisationsspiele angepasst auf die oben genannte Themenbereiche mit Feedback.
2.Tag - In den Arbeitsgruppen wird an dem zum Thema passenden Konzept für darstellendes Spiel zur ausgesuchtem Thema.- Anlage 2
Einzelne Szenen werden durchgespielt und bearbeitet mit Hilfe der im Theater verwendeten künstlerischen Mitteln.- Licht, Ton, Requisite, Schminke etc.

Die Multimediagruppe hält die Arbeitsschritte über Filmaufnahmen fest und als Feedback präsentiert wird am Ende des zweiten Tages ein Videomitschnitt.

Detaillierter Ablauf und Inhalte des Workshops auf Anfrage.

Teilnehmer: Schulklassen; Jugendeinrichtungen, Berufsorientierungsseminare
Alter: 16 bis 27 Jahre
Ort: AdRem Jugendtheater, Bismarckstr. 70-74, 67059 Ludwigshafen ( im Bürgerhof)
– nach Absprache , auch in Ihrer Räumlichkeiten

Kosten:
- Honorar: Coach1- Dipl. Theaterund Sozialpädagogin(FH) - 400EUR/Tag
- Honorar: Coach2 – Digitale Medien/Soziale Netzwerke - 400EUR/Tag
- Raumnutzung ( mehrere Räume insg. 250 m² mit Bühne und Spiegelraum) eingeschlossen das techn. Inventar : Requisite, Kostüme, Materialien und Licht/Tontechnik, Computer, Kamera etc.- 200 EUR/Tag
- Workshop Vor- und Nacharbeitung: 100 EUR je Coach

Kontakt/ Fragen: Gabriele Twardawa
Dipl. Theater – und Sozialpädagogin(FH)
twardawa@adrem-jugendtheater.de

Phone: 0172 7379433